SCHWEDEN 2025
Unsere abenteuerliche Ankunft – Mai/Juni 2025
Nachdem wir am 21. Mai 2025 mit einem sehr frühen Flug in Berlin angekommen waren, um an der Beerdigung von Ellen Lore am 23. Mai um 8:00 Uhr morgens gemeinsam mit der ganzen Familie teilzunehmen, sind wir am Samstag, den 24. Mai, gemeinsam mit Ulrich und Stella nach Bad Oldesloe gefahren.
Am Montag, den 26. Mai, flogen Stella und ich weiter nach Brüssel und kehrten am 28. Mai wieder zurück. Währenddessen versuchte Volker, das Wohni aus der Scheune in Tralau zu holen. Leider verlief dieser Versuch alles andere als reibungslos: Die Batterie des Iveco war komplett leer, und Volker und Ulrich fanden zunächst gar nicht heraus, wo sie sich befindet. Erst ein Anruf bei Iveco brachte Klarheit, und am nächsten Tag kam ein Techniker aus Bargteheide, der es schließlich schaffte, den Wagen zum Laufen zu bringen.
Doch die Schwierigkeiten nahmen kein Ende: Als Volker das Tor der Scheune schließen wollte, sprang der Motor erneut nicht an. Hinzu kamen blockierte Bremsen. Schließlich gelang es, das Wohni vor das Haus von Ulrich und Stella zu bringen – aber der gesamte Aufbau funktionierte nicht. Also fuhren wir das Fahrzeug zu Reimers, wo man versuchte, die Aufbau-Batterien zu aktivieren – jedoch ohne Erfolg. Die Batterien mussten zur Reparatur eingeschickt werden, was zwei Wochen dauerte. Inzwischen wurde der 24. Juni als neues Ziel für die Abholung gesetzt – das Datum fiel auch mit der ersten vollständigen Inspektion des Fahrzeugs zusammen.
Am 5. Juni haben wir Stellas Geburtstag gefeiert, und gleich am nächsten Tag, dem 6. Juni, fand Isabels Hochzeit in Wolfsburg statt – ein weiteres schönes Familienereignis. Wir übernachteten im Hotel Strijewski, während der Rest der Familie in den Neuen Stuben untergebracht war. Es war wirklich schön, wieder einmal alle zusammen zu haben – ein festlicher, berührender Tag voller Freude und schöner Momente.
Volker entschied sich in der Zwischenzeit, am 12.6., nach Portugal zu fliegen, und ich folgte ihm einige Tage später. Zurück in Deutschland waren wir am 25. Juni – dem Tag von Maxis Geburtstag. Ich blieb bei Maxi und Mario, die am Abend zu einem Konzert im Stadtpark gingen, während ich einen sehr schönen Abend mit Mara und Eva verbrachte.
Volker machte sich inzwischen mit dem Moia-Shuttle und der Bahn auf den Weg nach Bad Oldesloe, um – nach all den Wochen – endlich das reisefertige Wohni abzuholen. Doch bei der Rückgabe erwartete uns nicht nur eine saftige Rechnung für die angeblich durchgeführte Inspektion, sondern auch ein unangenehmes Erwachen: Laut dem Inspektionsbericht waren alle Positionen mit „OK“ abgehakt – doch das konnte unmöglich stimmen. Zum Beispiel war die Wasserpumpe nachweislich noch gar nicht eingebaut nachdem wir das Wohnmobil winterfest gemacht hatten.
| Der Stellplatz in Oldesloe |
Samstag, 28. Juni 2025: Bad Oldesloe - Bad Segeberg (37 m): 35 km - einigermaßen gutes Wetter 25ºC
Nachdem wir seit zwei Tagen mit Ank und Anja bei Stella verbracht haben, sind wir heute nach dem Mittagessen bei Agostino dann doch mit dem Wohni nach bad Segeberg auf den Seecamping Bad Segeberg gefahren. Wir haben uns auf die Wiese gestellt, die Rezeption hatte schon geschlossen. Gestern war die Premiere von "Halbblut" von den Karl-May-Spielen. N53°56′12″, E10°19′27"
| Der Seecamping in Bad Segeberg |
Montag, 30. Juni 2025: Bad Segeberg - Itzstedt - Oldesloe - Puttgarden : 117 km Sehr schönes Wetter 25 ºC
Als erstes fuhren wir heute nach Itzstedt zu Reimers, wo wir die Inspektion beanstandet haben. Wir haben auch tatsächlich das Geld zurückbekommen. Dann zu Ulrich und Stella mit den wir zum Griechen in Oldesloe essen gegangen sind.
Wir mussten uns natürlich für diese reise mit genug Provianten versehen, Sind zu Aldi gefahren und dann doch zu Rewe. Alles kurz bevor sie schlossen Fahrt nach Putgarten auf Fehmarn wir uns auf dem Parkplatz gestellt haben (8€ für 8 Stunden). Tatsächlich sind wir um Mitternacht angekommen. Gebucht haben wir für die nächsten Tage um 8:45 Uhr, Dafür muss man spätestens um 8:15 Uhr da sein. Das Kombi Paket Fähre plus Öresundbrücke nach Malmö gebucht für 254€.
Dienstag, 1. Juli 2025: Puttgarden, DE - Fähre nach Rödby, DK - Jönköping - Gränna SE : 541 km Sehr schönes Wetter aber heiß 30ºC!
Dort am Strand wollten wir eigentlich auf einem Stellplatz übernachten, doch leider war alles belegt und sehr rummelig. So fuhren wir weiter nach Gränna am Vätternsee. Wir fanden einen Platz auf dem neuen Stellplatz am nahegelegenen First Camp.
Nach unserer Ankunft richteten wir uns ein und nutzten sogar den bereitliegenden grünen Teppich. Nach dem Abendessen machten wir einen Spaziergang zum Hafen, wo viel los war. Dor gibt eine Eisdiele (hier heißt Eis Glass 😉), gemütliche Stuben und kleine Kneipen gibt. An mehreren Stellen gibt es Zugang zum Vättern-See.
Später spazierten wir noch in den Ort hinauf, allerdings waren die meisten Geschäfte bereits geschlossen – sie schließen hier um 18 Uhr, obwohl es noch hell war bis 23 Uhr (Sonnenuntergang war um 22:08 Uhr).
Gränna ein sehr hübsches kleines Städtchen bekannt für seine hübschen alten Holzhäuser und vor allem für die berühmten rot-weißen Zuckerstangen, die hier unter dem Namen Polkagrisar hergestellt werden. SEK 365 mit Strom (≈34€). N58°01'45" E14°27'37.0"
| Das ist die Fähre, die uns von Puttgarden, Fehmarn, Deutschland, nach Rödby, Dänemark, rüberbringt. |
| Das Wohni in der Fähre |
| No comment |
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| Gränna, auf der Hauptstraße |
| Der Hafen von Gränna, wo die Fähre rüber zur Insel Visingsö fährt |
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| Das sind die berühmten Polkagrisar, die in Gränna hergestellt werden |
| Der Vätternsee - zweitgrößter See in Schweden |
| Gränna - hübsches Städtchen am Abhang |
| Stellplatz Gränna |
Mittwoch, 2. Juli 2025: Gränna - Nationalpark Hamra (alt 406 m): 566 km - 11ºC manchmal Regen, am Abend sonnig
Unsere heutige Fahrt führte uns weiter gen Norden, vorbei an Falun und durch eine wunderschöne Landschaft mit dichten Wäldern und zahllosen Lupinen, die in voller Blüte die Landstraßen säumen.
Zum Mittagessen kehrten wir in einem charmanten, rustikalen Restaurant ein: dem Värdshuset Älgen in Kopparberg. (Übrigens schreibt man Restaurang im Schwedischen tatsächlich mit „g“ am Ende!) Das Konzept ist dem von gestern ähnlich: Für einen fairen Pauschalpreis (159 SEK pro Person) bekommt man ein vollständiges Mittagessen – inklusive Buffet mit zwei Hauptgerichten, einer Nachspeise, sowie Kaffee mit Keksen. Heute gab es Einfach, lecker, und sehr schwedisch: Raggmunk (Kartoffelpfannkuchen) mit Schweinefleisch und eine leckere Fischsuppe. Frisch gestärkt setzten wir unsere Reise fort bis zum Nationalpark Hamra, wo wir uns auf einem idyllischen Parkplatz mit Blick auf den Fluss Björnån stellten. Einen tollen Blick von unseren Wohni auf diese idyllische Landschaft.
Allerdings: Draußen waren sofort diese winzigen Mücken aktiv – vermutlich Knotts, die hier im Norden zahlreich vertreten sind. Also: Fenster und Türen zu, drinnen gemütlich gemacht, zu Abend gegessen – und das war’s für heute.
Restaurang Värdshuset Älgen in Kopparberg. Man vermutet nichts von Außen... ![]() Raggmunk Lupinen, viele hier entlang unserem Weg. Viele Lupinen entlang unserem Weg. Hier im Nationalpark Hamra |
| Bergmans Fisk & Vilt schön gelegen kurz nach Vilhelminha am See |
| Arvidsjaur |
In Lappland gehören Tret-Schlitten und Steckdosen für Motorheizungen zur Grundausstattung |
Schwedischer A-Traktor: gedrosseltes Auto für Jugendliche ab 15 – erkennbar am roten Warndreieck |
| Stellplatz in Arvidsjaur |
Kiruna zieht um: Wegen des Eisenerzabbaus muss das alte Stadtzentrum abgerissen werden. Ein neues Zentrum wurde errichtet.
Danach hat Volker mich kurzerhand zu Intersport verführt, bevor wir zum Schlepplift am Luossavaara fuhren. Wir haben uns am nahegelegenen Rastplatz Kiruna eingerichtet – ein schön gelegener, eigens für Wohnmobile ausgeschilderter Platz. Wir sind hoch gelaufen, von wo aus wir ein ausgezeichnetes Panorama auf das Kebnekaise-Massiv genießen konnten – inklusive des höchsten Gipfels Schwedens, dem Sydtoppen mit 2093 m. Die Berge waren noch schneebedeckt – ein großartiger Anblick. N67°52′24″, E20°12′23"
Mittagessen bei Enna in Porjus![]() Luossavaara-Berg (oder eher Hügel) |
| Blick auf Kiruna, die Erzstadt, vom Luossavaara |
| Oben auf dem Luossavaara. Der eiskalte Wind war schon heftig da oben |
| Blick auf die höchsten Berge Schwedens |
Zuerst haben wir heute groß eingekauft bei Coop. Davor habe ich noch eine Leggings gekauft, denn ich friere unter meine Hosen. Dann noch schön bei Coop eingekauft, insbesondere diese Fisch-Köstlichkeiten, die es bei uns (DE und PT) nicht gibt. Der Kühlschrank ist nun schön voll. Wir wollten uns auch noch das alte Stadtzentrum von Kiruna besichtigen, Die Kirche steht noch an ihrem Platz – sie soll am 19. und 20. August 2025 mithilfe riesiger Spezialfahrzeuge langsam durch die Stadt an ihren neuen Standort gebracht werden. Für den Transport wurden die Straßen eigens verstärkt. Noch stehen weitere Gebäude, die bald weichen müssen, darunter die Technischen Universität Luleå und ein Krankenhaus. Im Campus der LTU wird vor allem Weltraumtechnik und Raumfahrtforschung unterrichtet und erforscht werden. Ein wichtiger Partner vor Ort ist das IRF – Institut für Weltraumphysik (Institutet för rymdfysik) sowie das nahe gelegene Esrange Space Center.
Zur Erinnerung: Kiruna, die nördlichste Stadt Schwedens, muss aufgrund des Eisenerzabbaus umziehen. Der Bergbau destabilisiert den Boden, das alte Zentrum droht abzusinken. Daher entsteht etwa drei Kilometer weiter östlich ein komplett neues Stadtzentrum. Viele Gebäude – darunter auch die berühmte Kirche – wurden auf Spezialtransportern dorthin verlegt.
Anschließend wollten wir das neue Zentrum kennenlernen. Es wirkt eher klein, nüchtern, aber funktional. Die meisten Geschäfte befinden sich in einem kompakten Einkaufszentrum. Dort haben wir im asiatischen Buffet-Restaurant Dapur Sukma sehr gut gegessen – sogar wieder mit Seniorentarif (159 SEK pro Person), und es war wirklich ausgezeichnet.
Direkt danach war es Zeit für unsere gebuchte Minen-Tour (425 SEK/p.P. Seniorenpreis). Im Regen liefen wir zum Bus, der uns vom Parkplatz abholte. Auffällig: Der Bus hatte keine Außenspiegel und fuhr direkt in den Berg hinein – bis auf 540 Meter Tiefe. Unten bekamen wir eine spannende Führung: Es wurden aktuelle Maschinen sowie ältere, bis vor 20 Jahren genutzte Geräte gezeigt. Ein kleines Museum, ein Kinosaal mit Filmvorführung sowie Kaffee, heiße Schokolade und Kekse rundeten den Besuch ab. Gegen 17:30 Uhr waren wir wieder an der Oberfläche – im strömenden Regen. Wir flüchteten schnell zum Parkplatz gegenüber der großen neuen Stadtuhr. N67º50'50" E20º18'15". Es ist ein guter Stellplatz, auch zum Übernachten.
Dann stellte sich die Frage: Weiterfahren – ja oder nein? Es bleibt ja ohnehin die ganze Nacht hell… Volker brennt jedenfalls auf das Nordkap. Ich habe nur gesagt: Il a le feu au cul. Also los! Jetzt nehmen wir die E45, die sich von Göteborg aus bis hinauf ans Nordkap erstreckt – über Schweden und Finnland. Es ist bereits 19:30 Uhr, und weil die Sonne hier im Norden direkt vor uns untergeht, mussten wir erstmal die Sonnenblende herunterfahren 😎. Ankunft in der Nähe von Ländsväg BD899. Schöner Stellplatz, aber voller Mücken. Wir steigen nicht aus dem Wagen aus. N68°21′52″, E22°10′56". Und dann – wir verstehen es einfach nicht 😱: Schon wieder waren jede Menge Mücken im Wohni! Wie kommen die nur ständig rein? Also beschlossen wir, weiterzufahren – zum nächsten Stellplatz an der Norrskenvägen, nur etwa 100 Meter vor der finnischen Grenze. Auch dort summte es kräftig, aber wir haben uns langsam damit abgefunden. Volker zog nochmal los auf Mückenjagd. Kurz vor Mitternacht sind wir schließlich ins Bett – es war noch taghell, die Sonne stand tief, aber immer noch sichtbar am Horizont.
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Spezialgebaute Wagen mit lenkbaren Achsen werden verwendet, um Neigungen und Unebenheiten im Gelände zu bewältigen. |
| Hier war das Zentrum von Kiruna. Die Technische Universität Luleå wird auch noch abgerissen und ins neue Zentrum verlegt, also neu gebaut. Alles von der staatlichen LKAB bezahlt |
| Das neue Rathaus von Kiruna im neuen Zentrum |
| Das neue Zentrum Kirunas mit der Fußgängerzone und dem kleinen Shopping Center |
| Auf den Bildern sieht man sie Häuser versetzt wurden |
| Im Restaurant "Dapur Sukma" Buffet Mittagessen im Shopping Center von Kiruna |
| In der LKAB Miene in Kiruna |




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